Wednesday, 10. september 2008
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Lance Armstrong hat auf seiner livestrong Homepage sein Comeback angekündigt, mit der Ansage, die Tour de France zum achten Mal gewinnen zu wollen. Auch wenn er ganz gewiss nicht den
Sympathieträger- Preis gewinnen würde, ein Sprücheklopfer ist er nicht. Er macht Ansagen und lässt Taten folgen. Als Motivation gibt er an, Aufmerksamkeit "auf die Last der Kreberkrankung" zu
lenken, aber auch "Rachegefühle" auf die zahlreichen Dopingvorwürfe seien ein weiterer Antrieb. Seine Organisation livestrong sammelt Geld für die Krebsforschung. Bestimmt habt ihr schon mal
diese gelben Armbandbändchen meist bei Sportlern gesehen.
Ich habe jahrelang sehr intensiv Strassen-und MTBradsport betrieben. Das Thema Lance Armstrong spaltet auch mich. Ich glaube auch nicht, daß er seine sieben Tourerfolge nur mit Wasser in der
Trinkflasche errungen hat. Aber waren nicht sämtliche Gegner von Lance Armstrong nachweislich gedopt? (Natürlich bis auf Jan Ullrich, der hat das Geld der Bonner Staatsanwaltschaft gespendet.)
Relativiert das nicht die Leistung von Lance Armstrong, wenn dann doch viele unter den gleichen Voraussetzungen an den Start gegangen sind?
Eins ist sicher. Seine Biografie "Tour des Lebens", in der er seinen Weg vom Krebspatienten zum Toursieger beschreibt, hat mich tief beeindruckt. Er hat bewiesen, was mit der Kraft des Willens
möglich ist. Seine Erfolge nur auf Doping zu reduzieren (es gibt keine anerkannte positive Dopingsprobe), ist für mich plattes Stammtischdeutsch.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin ein grosser Gegner des Dopings, aber ich vermute, daß Spitzensport ohne Doping kaum noch praktiziert wird. In dieser Hinsicht gebe ich mich keinen
Illusionen mehr hin. Selbst in meinem Bekanntenumfeld, dass aus Radfahrern und Läufern besteht, ist z. B. das so genannte "Vitamin I" (Ibuprofen, Diclofenac) leider sehr verbreitet.
Na gut, näheres soll am 24. September auf einer Pressekonferenz folgen.
Schönen Abend noch, Klaus
von Feldi
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veröffentlicht in: Allgemein
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